Heizölkunden profitieren von eigener Reserve

Gas- und Strompreise befinden sich auf einem neuen Rekordniveau. Weitere Steigerungen werden für das kommende Jahr erwartet. Auch die Heizölpreise lagen Mitte Oktober mehr als doppelt so hoch wie zum niedrigsten Stand vor etwa einem Jahr.

Viele Heizölkunden haben diese Erhöhung aber nur zum Teil zu spüren bekommen. Wer über ausreichend Tankkapazität verfügt, der hat im vergangenen Jahr zu günstigen Konditionen sein Heizöl eingelagert. Da gleichzeitig moderne Öl-Brennwerttechnik und Hybridanlagen, die beispielsweise Solar einbinden, wesentlich geringere Verbräuche aufweisen als alte, ineffiziente Heizkessel, reicht der Heizölvorrat umso länger.

Aber auch die, die vor der kommenden Heizsaison nachgetankt haben, konnten abwarten, bis der Markt sich wieder entspannt hatte. So ist Heizöl beispielsweise zwischen dem 18. Oktober und 2. Dezember 2021 wieder um durchschnittlich rund 14 Prozent günstiger geworden.

Wer auch künftig von einer sicheren Energiereserve, günstigen Wettbewerbspreisen und einem niedrigen Energieverbrauch profitieren will, der sollte möglichst bald seine alte Ölanlage modernisieren. Das spart nicht nur Heizkosten, sondern senkt auch die CO2-Emissionen und schon damit die Umwelt.

Übrigens: Die Nachfrage nach neuen Ölkesseln lag nach Analyse des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie im August 2021 bereits 18 Prozent über dem Vorjahr – wenn auch mit 30.000 Kesseln absolut auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Da ist also noch Luft nach oben.

Foto: en2x