Heizölpreis klar unter Vorjahr

Wenn die beiden Wirtschaftsschwergewichte sich streiten, hält die Welt den Atem an. So könnte die gegenwärtige Lage in Kurzform beschrieben werden. Wie stark der Einfluss des Handelskonflikts zwischen den USA und China auf die Konjunkturerwartungen und damit die internationalen Rohölnotierungen ist, haben die vergangenen Tage wieder deutlich gezeigt. Erst jagte die Abwertung der chinesischen Währung den Ölpreis in den Keller und nicht mal eine Woche später trieb ihn die Aussicht auf neue Verhandlungen ebenso schnell wieder nach oben. Andere Marktfaktoren spielten da nur eine untergeordnete Rolle.

Doch den deutschen Heizölkunden spielte diese Entwicklung in die Hände. Erreichte der inländische Heizölpreis doch am 8. August sein vorläufiges Jahrestief und liegt seitdem trotz einer aufwärtsgerichteten Gegenbewegung weit unter dem Niveau aus dem August 2018. Damals begann Heizöl gerade in Richtung Jahresrekord zu klettern, was verstärkt wurde durch die Explosion der Bayernoil-Raffinerie in Vohburg und dem Niedrigwasser auf dem für die Mineralöllogistik so wichtigen Rhein.

Wer also jetzt seinen Energievorrat für den Winter kostengünstig einbunkern will, dem bietet der Handel dafür gute Konditionen.

Wer noch mehr sparen und gleichzeitig die Umwelt entlasten will, aber noch eine technisch veraltete Ölheizung betreibt, sollte so bald wie möglich auf Öl-Brennwert umsteigen – bestenfalls in Kombination mit Solarthermie oder Photovoltaik. Damit lassen sich bis zu 50 Prozent der bisherigen CO2-Emissionen einsparen. Übrigens: Dass Haushalte mit Ölheizung so die Klimaziele für den deutschen Wärmemarkt erreichen können, hat erst kürzlich eine aktuelle Studie des ITG Dresden gezeigt.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich auch, die alte Tankanlage zu erneuern.

Auf jeden Fall macht es aber wenig Sinn, wegen einer ungewissen, von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf den klimapolitischen Ideentisch geworfenen „Abwrackprämie“ die Investition in eine effiziente und emissionsarme Öl-Brennwertheizung zu verschieben. Vor allem deshalb nicht, da eine solche Heiztechnik künftig auch mit nahezu CO2-neutralen, synthetischen Brennstoffen – sog. E-Fuels – betrieben werden kann.

Wer sofort handeln will, dem bietet der Handel schon heute klimaneutral gestelltes Heizöl an. Dazu wird die bei der Verbrennung des erworbenen Heizöls entstehende CO2-Menge durch Investitionen in Projekte kompensiert, die CO2 binden. Die Emissionen werden durch regionale und globale Projekte – etwa durch Wiederaufforstungen in ausgewählten Regionen ausgeglichen.