Heizölkunden profitieren bundesweit von günstigen Preisen

Glaubt man den Erwartungen der Internationalen Energieagentur (IEA), dann wird auch 2018 das weltweite Ölangebot schneller wachsen als die Nachfrage. Das liegt derzeit zumindest nicht an den OPEC-Ländern, die sich Ende Mai auf eine Verlängerung der Förderkürzung verständigt hatten. Diese wird weitgehend eingehalten.

Vielmehr geht die IEA davon aus, dass die Länder außerhalb des OPEC-Kartells ihre Förderung von 700.000 Barrel pro Tag im laufenden Jahr 2018 auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag etwa verdoppeln werden (1 Barrel entspricht 159 Liter).

Hinzu kommt, dass die OPEC-Länder Libyen und Nigeria von den Produktionskürzungen des Kartells ausgenommen sind und ihre Fördermengen-Steigerung trotz Kürzungen der anderen Staaten unterm Strich für mehr OPEC-Öl sorgt statt für weniger.

Auch in den USA stiegen die Bohraktivitäten seit über fünf Monaten an, was zusätzlich Druck auf die weltweiten Ölpreise verursacht.

Das Ergebnis an den Ölbörsen: Die Preise rauschten nach unten. Allein in den vergangenen vier Wochen verloren die Notierungen von Nordseeöl der Sorte Brent über 7 US-Dollar pro Barrel und rangieren nun schon seit einigen Tagen deutlich unter der 50-Dollar-Marke.

Für die Heizölkunden ist diese Entwicklung durchaus erfreulich. Mitte Juni werden bundesweit die seit Jahresbeginn niedrigsten Heizölpreise registriert. Eine 3.000-Liter-Partie Heizöl EL kostet rund 280 Euro weniger als noch Anfang Januar. Ein schöner Bonus für die bevorstehende Urlaubssaison.