ÜWG wählt neuen Vorsitzenden

Am 24. Juni trafen sich die ÜWG-Mitglieder wieder persönlich zu ihrer 33. Mitgliederversammlung in Fulda. Hier zogen Vorstand und Geschäftsführung eine durchweg positive Bilanz der vergangenen zwei Geschäftsjahre. Mit über 5.200 blieb die Zahl der in der ÜWG organisierten Fachbetriebe trotz Pandemie-Beschränkungen unverändert hoch. Vor allem in den Bundesländern Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen gibt es deutliche Zuwächse. Das zeigt: Bei insgesamt guter Auftragslage haben die ÜWG-Fachbetriebe die Ölheizung noch lange nicht abgeschrieben.

Björn Hendrischke, Geschäftsführer des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen, bedauerte in Fulda, dass die Fördermöglichkeiten für die Heizungsmodernisierung den Ölbereich nicht berücksichtigen. Das sei ein Fehler, sagte er. Denn gerade im ländlichen Bereich, wo die Voraussetzungen für bestimmte Technologien nicht immer gegeben sind, würde beispielsweise ein modernes Öl-Brennwertgerät – kombiniert mit einer Solarthermie – dem Kunden eine klimafreundliche und dennoch finanzierbare Alternative bieten. So aber bestünde die Gefahr, dass es in vielen Fällen beim Sanierungsstau in den Heizungskellern bleibt. Hier habe die Bundesregierung dem Klimaschutz aus seiner Sicht einen echten Bärendienst erwiesen.

Die ÜWG übernimmt nicht nur mit der Fachbetriebsüberwachung, sondern auch als AwSV-Sachverständigen-Organisation eine wichtige Aufgabe in Sachen Öllagerung. Die 38 ÜWG-Sachverständigen führten allein in 2020 bundesweit mehr als 3.500 Anlagenprüfungen durch.

Generationswechsel

In Fulda übergab Siegbert Simon nach zwölf Jahren bzw. vier Wahlperioden den Staffelstab an seinen Nachfolger. Die Mitgliederversammlung wählte den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Andreas Kröckel aus dem Bayerischen Bad Kissingen, zum neuen ersten Vorsitzenden der Überwachungsgemeinschaft.

Andreas Kröckel dankte seinem Vorgänger für seine erfolgreiche und leidenschaftliche Arbeit im Interesse der ÜWG. In seine Amtszeit fiel u. a. der schwiege und langwierige Übergang von der alten VAwS zur neuen AwSV.

Der neue Amtsinhaber freut sich auf die anstehenden Aufgaben, für die er die Organisation wirtschaftlich und organisatorisch bestens gerüstet sieht. Die Energiewende betrachtet er mit Blick auf das neue Klimaschutzgesetz für die ÜWG-Mitglieder als Chance und Herausforderung zugleich. „Nach dem bestehenden Gebäudeenergiegesetz können bis 2025 Heizölanlagen ohne weitere Auflagen installiert werden, danach nur noch in Verbindung mit der Nutzung erneuerbarer Energien. Im Interesse unseres Marktes und unserer Verantwortung für eine sichere und regelkonforme Heizöllagerung sollten wir als Fachbetriebe die Zeit bis Ende 2025 nutzen, um Ölanlagen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen und unsere Kunden entsprechend beraten“, sagte er in seiner Antrittsrede.

„Grüne“ flüssige Energieträger sind für ihn ein wichtiger Baustein zu Erreichung der Emissionsminderungsziele. Deshalb lohne es sich, für diesen Markt als Teil der Energiewende aktiv zu sein. Für die Zukunft sieht Andreas Kröckel neben dem Sektor Heizöl noch weitere interessante Bereiche, in denen die ÜWG ihre Leistungen anbieten kann.

Foto: ÜWG

Der neu gewählte Vorstand der ÜWG (v. l.): Thorsten Jacob (Naumburg/FV Hessen), Oswald Klette (Oschersleben/FV Sachsen-Anhalt), Hans-Albert Fritsch (Rastatt/FV Baden-Württemberg), Geschäftsführer Matthias Anton und der neue Vorsitzende Andreas Kröckel (Bad Kissingen/FV Bayern).